Yamaha P80 Stage Piano

Hallo zusammen,

heute möchte ich über das Yamaha P80 Stage Piano schreiben. Das Review ist schon etwas älter und war auch schon auf meiner alten Seite zu finden. Da ich aber mittlerweile noch einige andere Geräte habe aktualisiere ich das ganze mal.

Yamaha P80

Technisches Yamaha P80

Hersteller

Yamaha (http://de.yamaha.com/de/products/musical-instruments/)

Preis Neu: ca. 1200 €€  (ab 200€ gebraucht)

Maße und Gewicht 

1347 x 285 x 128 mm (B x T x H), 16,9 kg

Tasten

88 Graded Hammer-Tastatur

Display

3 Ziffern

Controller

Keine

Sound

12 mit Variation

Polyphonie

64 Stimmen

Anschlüsse

– Stereo Master Klinke
– Stereo Master Cinch
– Sustain
– 2x Phones
– Midi In/Out
– To Host
– Netzanschluss

Mitgeliefertes Zubehör

Netzkabel, Anleitung, Notenhalter

Soundqualität

Das Yamaha P80 hat schon einige Jahre auf dem Buckel und im Vergleich zu aktuellen Geräten hört man das auch. Der Sound ist nicht so detailliert, es gibt weniger Velocity Layer und die Samples sind kürzer. Allerdings wird das Gerät immer noch gerne gespielt und von Musikern geschätzt. Live setzt es sich sehr gut durch und in der Band fällt die geringere Qualität des Sounds auch deutlich weniger bis gar nicht auf.

Die Tastatur spielt sich für mein empfinden etwas schwerer als die anderer Stage Pianos. Wenn man das nicht gewohnt ist, kann es zu Beginn schon etwas anstrengen. Aber ich finde, dass man sich gerade durch diese Gewichtung sehr gut in allen Dynamikbereichen bewegen kann.

Die Zusatzsounds sind eine nette Beigabe. Mit dem Streicher kann man das Piano schön unterlegen und die Jazz Orgel ist für einige Sachen sogar recht brauchbar. Über die Variation lässt sich der Leslie Effekt im Tempo verändern. Weiterhin finden sich ein paar E-Pianos an Board, die auch gut einsetzbar sind.
Man sollte aber keine Wunder erwarten..

Bedienung

Eigentlich ziemlich simpel. Für die wichtigen Sachen sind Knöpfe vorhanden. Also für jeden Sound, Split, Tempo des Metronoms, Transpose. Möchte man die Effekte oder die Midi Einstellungen verändern, kommt man um die Anleitung nicht rum da es hier keine dedizierten Taster gibt.. Aber auch das stellt kein Problem da.

Midi Einstellungen sind wirklich nur grundlegend vorhanden. Als Masterkeyboard lohnt sich ein P80 nur, wenn man wirklich nur einen Kanal verwendet und keine Steuerungsmöglichkeit braucht oder man ein anderes Gerät hat um diese Dinge zu erledigen.

Die Anschlüsse des Pianos finden sich nicht wie gewohnt auf der Rückseite, sondern auf der linken Geräteseite wieder. Mich persönlich hat das nie gestört, könnte aber für manche ein Argument sein. So kommt man zum Beispiel ein ganzes Stück näher an die Wand, wenn man das Gerät an eine solche stellen möchte. Auf der Bühne sieht es auch nicht schlecht aus wenn man das Piano alleine nutzt. Auf einem Doppelstativ mit einem Multicore ist es dann nicht ganz so glücklich.

Auch wird man hier zwei Kopfhörerausgänge finden, was zum üben mit Lehrer sicherlich nicht falsch ist. So stört man keine Nachbarn oder die Familie und kann trotzdem ohne Adapter zu zweit hören, was passiert. Auf der Bühne kann man auch einen Monitor oder einen Submischer speisen. Die Cinch Ausgänge habe ich persönlich noch nie genutzt, aber zum Aufnehmen war das früher sicherlich nicht verkehrt.

Edit 22.12.2020

Auch wenn ich die Tastatur immer noch als sehr gut empfinde muss ich leider sagen: Fail! Das P80 steht jetzt schon länger in der Ecke, da die Tastatur aufgibt und die Tasten brechen. Ein reparieren macht aus wirtschaftlicher Sicht keinen Sinn 🙁 Die Einzelteile sind zu teuer. Ich hoffe auf einen Spender, der ein Elektronikproblem hat.
Man kann diesen Defekt wohl abfangen, wenn man ein anderes Fett für die Tasten benutzt. Ich empfehle das P80 immer noch, aber lest euch vorher bitte schlau!!

Positive und Negative Aspekte

Positive:

+ Sehr gute Tastatur
+ Zwei Kopfhörer Outs
+ Durchsetzungsfähiger Sound
+ Gewicht

Negativ:

– Keine Masterkeyboardeigenschaften
– Keine Controller
– Steckernetzteil
– Sound nicht up to Date für Solo

Fazit

Für mich ist es immer noch ein schönes kompaktes Stage Piano mit ausreichend gutem Klang. Aufgrund der Zusatzsounds, kann man einen Jazz Gig auch mal mit ein paar Orgel Einlagen verschönern.
Wenn man es auf dem Gebrauchtmarkt bekommt, würde ich es auch dem Nachfolgemodell P90 vorziehen, das einen etwas anderen Klang hat. Das ist allerdings Geschmackssache und man sollte am besten beide spielen, wenn man an dieser Stelle etwas pingelig ist.
Aber beide Pianos sind immer noch empfehlenswert, wenn der Preis stimmt und man nicht mehr Geld zur Verfügung hat.

7 Kommentare

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    • Clemens auf 24. November 2020 bei 20:20
    • Antworten

    Hallo ich wollte fragen ob das P80 einen zusätzlichen Lautsprecher benötigt oder ob dieser bereits eingebaut ist.
    LG

    1. Hi,

      das P80 hat keine eigenen Lautsprecher, die musst du kaufen. Anschlüsse sind 6,3mm Klinke oder cinch.
      Gruß
      Thorsten

  1. Kannst du Lautsprecher (Wohnzimmernutzung) dazu empfehlen?
    Danke!

    1. Was möchtest du denn ausgeben und wie groß darf das ganze sein?
      Hast du eine Möglichkeit, die auf einen Schrank zu stellen, oder brauchst du dann auch Stative?

      • Johannes auf 22. November 2020 bei 10:44
      • Antworten

      Ich hatte das P-80 lange an einem starken HIFI Harman Kardon Verstärker mit entsprechenden Pionier Boxen. Das klang nicht gut. Als ich es an eine Yamaha Piano Craft (die mit mehr Watt) anschloss, merkte man, dass die Geräte sehr gut zusammen passen und einen tollen Klang gerben

    • Alex Amann auf 25. Mai 2020 bei 14:36
    • Antworten

    Guten Tag,

    ist das e-piano noch zu haben?
    Wenn ja wo kann ich das besichtigen kommen?

    Vielen Dank
    Mit freundlichen Grüßen
    Alex Amann
    089-590073547

    1. Hi,

      wie kommst du drauf, dass ich das verkaufen möchte?
      Bisher habe ich da noch nicht drüber nachgedacht, weil die Tastatur auch nicht mehr ganz gut funktioniert.
      Die müsste man tauschen oder instand setzen.

      Wäre im Moment in Dortmund.

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