Yamaha Modx (Montage) und die Nachteile für mich als Live Keyboarder

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Den Yamaha Modx6 habe ich mir aus einer Laune heraus im April 2020 gekauft, als es mit Corona so richtig los ging. Tatsächlich habe ich nicht damit gerechnet, dass er mir so gut gefällt und ich ihn auch so zum klingen bekomme, wie Ihr es auf meinem Youtube Kanal hört.

Heute möchte euch einmal erzählen, was er für mich persönlich an Nachteilen mit sich bringt, vor allem im Vergleich zum Korg Kronos, den ich jetzt seit über 10 Jahren spiele und dem Kurzweil PC4/Forte, den ich auch länger genutzt habe. Die Punkte betreffen sowohl den Modx, als auch den Montage, außer ich schreibe Modx dazu.

  1. Die Pads: Ja, mir war klar das er diese Funktion nicht hat, aber es wäre schön wenn er es könnte. Korg hat seine 8 Pads, auf die man Akkorde, Sample etc. legen kann. Kurzweil kann das sogar auf einzelne Tasten legen und zwar kunterbunt verteilt auf der Tastatur. Das ist für mich ein unersetzbares Feature, was ich mir wirklich wünschen würde!
  2. Die Controller: Die Knobs lassen sich recht gut belegen und für mich absolut ausreichend. Was ich absolut schade finde, dass man die Fade nicht belegen kann. Die machen die Lautstärke der Parts/Elemente/Operatoren und das wars. Der Kronos kann minimal mehr, aber ein Vergleich mit Kurzweil muss man nicht ziehen. Hier kann man so extrem frei belegen, dass es fast schon zu viel wird. Etwas mehr wäre schon cool.
  3. Ausgänge (nur Modx): War mir natürlich klar und habe ich in Kauf genommen, weil ich ihn nicht so nutzen wollte wie ich es nun mache. Ein Ausgang mehr wäre super um einen Klick separat rauszuschicken.
  4. Input Regler (nur Montage): Nur ein Nachteil zum Modx. Den dedizierten Regler hat nur der Modx und das ist wirklich eine sehr coole Sache. Also im Grunde für mich nur ein Nachteil, wenn ich mir mal einen Montage holen sollte.
  5. Die Tastatur (nur Modx): Ist leider nicht der Hit. Man kann drauf spielen, man kann sich auch dran gewöhnen, aber begeisternd ist anders. War mir im Grunde aber auch klar und im Grunde auch egal.
  6. Midi Thematik: Das sich den einzelnen Parts die Kanäle nicht frei zuweisen lassen ist ein Themas, was einfach nervend ist. Ja, kann man mit Hilfsmitteln umgehen: Ipad und App, Rechner und Software, extrem fähiges Masterkeyboard… Aber alle anderen können es doch auch?
  7. Der Orgel Sound? Yamaha kann es doch grundsätzlich? Wieso geben sie den Workstations immer nur etwas mit, was gerade eben im vollen Bandkontext brauchbar ist. Brauchbar heißt nicht unbedingt zufriedenstellend?
  8. Externes Netzteil: Stört mich weniger als ich dachte, aber ein Internes Netzteil wäre schon sehr hilfreich muss ich sagen.

Mehr habe ich persönlich gar nicht an dem Gerät auszusetzen und es liest sich auch schlimmer, als ich es finde. Aber wenn Yamaha an den möglichen Punkten 1, 2,6,7 noch etwas liefert, dann wäre ich sicherlich nicht der einzige, der sich freuen würde.

In diesem Sinne: Schaut euch meine Tutorials an, wenn Ihr noch ein paar Hilfestellungen braucht.

Rock on!

Nachteile für mich als Live Keyboarder

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2 Kommentare

  1. Hallo Thorsten,

    was meinst du genau mit der Problematik Zuweisung der Midi Kanäle – MODX als Master nutzen oder als Modul?

    Ich hatte am Anfang auch meine Schwierigkeiten. Hier 2 Tipps.

    Als Master-Keyboard -> Hier kannst du mit der Zonenfunktion, im Part den MidiChannel ändern auf dem gesendet werden soll. Aber das kennst du bestimmt schon.

    Als Sound-Modul-> Ja. Das ist fest hier. Ich glaube Yamaha hat sich die Performance als mehr als MIDI-Racksystem 16 Slots und fester Midi Kanalzuordung gedacht. Das heisst, du kannst die Slots aus Midi Sicht nicht umstellen.
    Aber jeder Slot kann jeden Patch(Part) laden … d.h. für die Midi Zuordnung müssen die Parts einfach in den richtigen Slot geladen oder geschoben werden.
    Bsp: Dein DrumKit Part in deiner Performance ist auf Kanal 5, du willst aber die Drums über Midi #10 ansteuern. Drums in Part5 anwählen, „verschieben“ und auf Slot 10 schieben..
    Ja das ist anders als bei vielen Midi-Modulen oder in DAWs. Aber geht gut und ist eigentlich auch ganz praktisch weil man sofort sieht welcher Sound auf welchem Kanal ist.

    Zumindest bei SingleParts – Bei MultiPart Sounds ist das Komplexer und mit Ver 2.5 kann man mit dem Hybridmodus arbeiten. aber da gibt mehr Grenzen.

    Ich hoffe das hilft.

    1. Hi Kai,

      vielen Dank für deinen Kommentar 🙂
      Den Modx als Master zu nutzen ist, wie du schon schreibst, recht einfach und auch relativ flexibel wenn es um die Midikanäle geht.

      Das man jeden Sound überall hinladen kann, ist klar. Hilft aber nicht, wenn du mit einem Midikey einen Layersound ansteuern willst. Entweder musst du alles in den Elementen in einen Slot schieben (geht auch nur, wenn man AWM Sounds nutzt) oder dein Masterkey muss auf mehreren Kanälsen senden können.

      Wenn man von einer DAW aus kommt, kann man das alles mit einem Workaround regeln. Aber mit dem Studiologic SL zum Beispiel eben nicht. Vier Parts und das ist es gewesen. Aus meiner Sicht gibt es keinen sinnvollen Grund für diese Beschränkung. Da erreicht man leider auch keinen, der wirklich Auskunft geben kann 😉

      Aber vielen Dank für den Input!

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