Vietnam – Willkommen in der Mekong Region

In Hanoi gelandet erwartet mich sofort die erste Ueberraschung: Mein Backpack ist weg!!!

Nach ueber 2 Tagen ohne richtigen Schlaf kann ich mir natuerlich nichts Schoeneres vorstellen.

Auch die Aussage “Wir wissen leider nicht wo ihr Gepaeck gelandet ist” bringt mich absolut nicht aus der Ruhe 🙂

Da ich wohl nichts anderes machen kann als zu warten und zu hoffen, dass mein Backpack wieder auftaucht, mache ich mich auf den Weg Richtung Hostel…

Natuerlich bleibe ich nicht lange alleine… Am Flughafenausgang stuerzen sich sofort 6-7 hoechstmotivierte Taxifahrer auf mich. Wieder kann ich mir nichts Schoeneres vorstellen…

Da ich mich gut informiert habe, lasse ich mir selbstverstaendlich die Lizenz des Herren meiner Wahl zeigen… sehr sinnvoll wenn man den Unterschied zwischen einer Echten und einer Gefaelschten nicht erkennt!!! Natuerlich zahle ich viel zu viel fuer die erste Taxifahrt!!!

 Bereits nach wenigen Minuten auf den Strassen Vietnams denke ich mir:

ICH WILL DEN LINKSVERKEHR ZURUECK!!!!!!!!!!!!
VONWEGEN RECHTSVERKEHR!!!!!!

Ich bin der festen Ueberzeugung, dass die hier gar keine Verkehrsregeln haben :-)!!!

Im Hostel erwartet mich dann der erste schoene Teil meiner Vietnam-Reise:

Karoliina!!!!

Wir haben uns in Neuseeland kennengelernt und beschlossen zusammen in Vietnam zu reisen…

Hanoi ist im Uebrigen die Hauptstadt Vietnams und befindet sich im Norden des Landes.

Hier gibt es sehr viele alte Gebaeude, Tempel, kleine Gassen, unendlich viele Motorbikes und viele Strassenverkaeufer.

Da ich ja offen fuer Neues bin, wage ich mich auch mal an das einheimische Streetfood.

Die Hygienebedingungen geben mir hierbei allerdings stark zu denken…


Naja, aber wenigstens ist es hier nicht so schade um’s Geld wenn’s mal nicht schmeckt…
Hier bin ich naemlich Millionaerin 🙂

Schnell merkt man, dass Vietnam ein aufstrebendes Land ist und der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle darstellt… – das ist ja auch schoen und gut… aber man braucht die Touristen jawohl nicht wie Freiwild zu behandeln!!!

Es kommt nicht nur einmal vor, dass ich gekratzt und festgehalten werde nur weil man mir etwas verkaufen will..

Im Hostel lernen wir natuerlich wie immer schnell Leute kennen..

Von Hanoi aus geht es zur beruehmten Halong Bay :

“Nach offiziellen Angaben ragen 1.969 Kalkfelsen, zumeist unbewohnte Inseln und Felsen, zum Teil mehrere hundert Meter hoch, aus dem Wasser.”             –  Ist wirklich ganz schoen, auch wenn die Sonne sich mal wieder nicht zeigen will…

Nach der Partytour in der Halong Bucht geht’s ins ruhige Oertchen Mai Chau, welches ca. 140km suedwestlich von Hanoi liegt. Wenn ich es richtig verstanden habe, leben hier fast ausschliesslich Thais. Untergebracht werden wir in einem traditionellen vietnamesischen Pfahlhaus.

Unser naechstes Ziel heisst Hue (=alte Koenigsstadt)

Dieses Bild ist aus dem Bus raus fotografiert. Ich fahre sehr oft an wunderschoenen Landschaften vorbei. Leider sind die Scheiben des Busses meist so verschmutzt, dass kein schoenes Foto moeglich ist 🙂

unsere Terrasse

der Ausblick

Wir leihen uns Motorbikes… was ein Spass 🙂

Von Hue fahren wir weiter in den Sueden nach Hoi An
Da es hier keine Hostels gibt muessen wir uns leider ein Hotel goennen 🙂

 

 

 

 

Hoi An ist (zumindest unter Frauen) dafuer bekannt, dass es unzaehlig viele Schneider-Geschaefte gibt…
Die Gelegenheit lasse ich mir natuerlich nicht entgehen und lasse mir mein Lieblingstop und mein Lieblingskleid in verschiedenen Ausfuehrungen nachschneidern. Ich finde meine Kreationen sehr gelungen 🙂

Desweiteren hat Hoi An eine malerische kleine Altstadt zu bieten…

Auf dem Weg von Hoi An nach Mui Ne passiert uns das Schlimmste unserer ganzen Reise:

Wir werden von einer Fake-Company in einen falschen Bus gedraengt.

Bei Ankunft an unserem Booking-Office kommen uns die angeblichen Busfahrer entgegen. Sofort nehmen sie uns unsere Tickets ab und stopfen unser Gepaeck in den Bus. Kaum ist dies geschehen, kommen uns auch schon die ersten Mitreisenden weinend entgegen. Sie wollen raus aus dem Bus und ihr Gepaeck wieder haben… aber wir haben keine Chance. Wenn wir nicht wollen, dass der Busfahrer mit unserem Gepaeck davon faehrt muessen wir wohl oder uebel in den Bus einsteigen.

In dem Bus ist alles zerbrochen, es gibt keine richtigen Stuehle mehr, es ist unglaublich dreckig, der ganze Raum um die Toilette ist mit Pipi ueberflutet und die Klimaanlage besteht aus grossen Loechern an der Decke.

Achja… das Ganze lasse ich mit Fieber, starker Erkaeltung und Migraene ueber mich ergehen… wirklich alles andere als schoen!!!

Nach viel zu langer Fahrtzeit und einigen Stunden, in denen wir nicht wussten ob wir heile an unserem Zielort ankommen, erreichen wir Na Thrang. Hier koennen wir in einen anderen Bus umsteigen und zahlen dafuer natuerlich nochmal extra…
Naja…zumindest im naechsten Bus koennen wir drueber lachen….

Mui Ne:

Unsere letzte Station in Vietnam ist Ho Chi Minh City

Sie ist die Metropole des Suedens und die modernste Stadt, die ich in Vietnam gesehen habe.
Wiedermal wuensche ich mir einen Tarnumhang wie Harry Potter zu haben… Waere das schoen einfach so durch die Strassen zu schlendern und die Eindruecke auf sich wirken zu lassen ohne staendig angequatscht zu werden…


Da ich nun schon seit Tagen krank bin, beschliesse ich nen Tag ne Auszeit zu nehmen und sehe deshalb nicht ganz so viel von der Stadt….

Das Kriegsmuseum lasse ich mir aber auf keinen fall entgehen…

o, nun ist meine Vietnam-Reise auch schon wieder vorbei. Es war interessant, ich hatte Spass und ich bin froh die Erfahrung gemacht zu haben… aber ich muss hier trotzdem nicht nochmal hin 🙂

Ich fand es relativ anstrengend hier zu reisen, da ich die Vietnamesen groesstenteils als sehr unfreundlich und aufdringlich empfunden habe, die Hygiene mir hier Gedanken bereitet und man einfach permanent auf seine Sachen aufpassen muss.

Zu guter letzt noch ein paar Feststellungen und Fotos quer durch’s Beet:

– Trendsportart der Vietnamesen: Federball auf einer Hauptverkehrsstrasse

-Unter den Rollerfahrern werden kleine Kinder auch gerne mal als Airbag benutzt


(Ich habe auch schon 2 Erwachsene und 3!!! Kinder auf einem Roller gesehen!!!)

– Es ueberrascht mich nicht, aber es ist nicht schoen zu sehen, dass die Kinder oftmals zum Familienverdienst beitragen muessen…
– Rauchen ist doch nicht ungesund… schliesslich verkaufen sie Zigaretten, ebenso wie Alkohol, hier in der Apotheke 🙂
(Die Frauen laufen hier uebrigens fast alle so rum…kann man bei 40Grad ruhig mal machen nur um keine braune Haut zu bekommen…)

– Die Vietnamesen koennen einfach immer und ueberall schlafen


– Zumindest die Hauptnahrungsmittel hier sind gut…

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